Zwei-Faktor-Authentifizierung

Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet ein zusätzlichen Schutz zu deinem Passwort. Neben der Eingabe des Passworts, musst du noch eine zweite Überprüfung bestehen, in dem du zum Beispiel etwas vorweist, was nur du besitzt (z.B. über eine Bestätigung auf deinem Smartphone), nur du weißt (z.B. eine PIN) oder dich eindeutig idendifiziert (z.B. deinen Fingerabdruck). Hat ein Dieb dein Passwort abgegriffen, kommt er ohne den zweiten Faktor doch nicht an deine Daten.

Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist wie ein doppeltes Schloss an deiner Haustür:
Nicht nur der Schlüssel (z. B. dein Passwort) öffnet sie, sondern du benötigst noch einen zweiten Beweis – etwa einen Fingerabdruck oder eine PIN.

Beispiel:

Man kennt dies Verfahren auch aus der realen Welt, nicht nur online, zum Beispiel am Geldautomaten.

  1. Erster Faktor: Du steckst deine Bankkarte in den Automaten. (Etwas, dass nur du besitzt.)
  2. Zweiter Faktor: Du gibst jetzt noch die PIN ein. (Etwas, was nur du weißt.)

So ist dein Konto doppelt geschützt. Stiehlt dir jemand die Karte, fehlt ihm die PIN. Hat jemand deine PIN ergaunert, z.B. durch eine Pishing-Mail oder eine gefälschte SMS, kann er ohne deine Karte damit nichts anfangen.

Welche Formen der Zwei Faktor Authentifizierung gibt es?

Es gibt verschiedene Methoden für die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die sich darin unterscheiden, wie der zweite Sicherheitshinwies zu erbringen ist. Die gängigsten Formen sind:

  • SMS oder E-Mail-Code: Du erhältst einen einmaligen Zahlencode per Textnachricht auf dein Handy oder per E-Mail, den du dann eingeben musst. Das ist weit verbreitet, aber nicht die sicherste Methode, da Nachrichten abgefangen werden können.
  • Authentifizierungs-Apps: Apps wie Google Authenticator, Proton Authenticator oder Authy generieren auf deinem Smartphone alle 30 Sekunden einen neuen Code. Diese Methode ist sicherer als SMS, da die Codes nicht abgefangen werden können.
  • Push-Benachrichtigungen: Statt einen Code einzutippen, erhältst du eine Meldung auf dein vertrauenswürdiges Gerät (z. B. dein Handy) mit der Frage „Möchtest du dich anmelden?“. Du bestätigst dies einfach mit einem Klick oder Fingerabdruck.
  • Hardware-Sicherheitsschlüssel: Das sind kleine physische Geräte (oft wie ein USB-Stick), die du an deinen Computer anschließen oder an dein Handy halten musst, um dich auszuweisen. Dies gilt als eine der sichersten Methoden, da jeder Schlüssel - wie auch reale Schlüssel - einmalig und nur in deinem Bestz sind..
  • Biometrie: Hier dienen deine persönlichen körperlichen Merkmale als zweiter Faktor, beispielsweise dein Fingerabdruck, dein Gesicht (Face ID) oder deine Iris. Dies wird oft in Kombination mit einem Passwort auf Smartphones genutzt.

Welche Methode die richtige ist, hängt von deinem Sicherheitsbedürfnis und der Bequemlichkeit ab. Experten empfehlen heute meist Authentifizierungs-Apps oder Sicherheitsschlüssel anstelle von SMS-Codes.

Einfach erklärt

In unserer Wiki werden schwierige Begriffe einfach erklärt. Dabei versuchen wir unnötiges, technisches Vokabular zu vermeiden und die Zusammenhänge so zu erklären, dass sie auch verstehen kann, wer die grundlegenden technischen Zusammenhänge nicht kennt.

Diese Wiki richtet sich also nicht an Menschen, die ihrer technischen Kenntnisse vertiefen möchten, sondern dient lediglich dazu, grundlegende Zusammenhänge möglichst einfach zu beschreiben.

Bei der Einrichtung und Nutzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Vermeiden Sie SMS oder E-Mail. Nutzen Sie stattdessen lieber eine Authentifizierungs-App oder - noch besser - einen Hardware-Sicherheitsschlüssel.
  • Sichern Sie Ihre Wiederherstellungscodes: Bei der Einrichtung erhalten Sie meist einen Backup-Code. Bewahren Sie diesen an einem sicheren Ort auf. Speichern Sie ihn nicht unverschlüsselt auf dem Computer oder Smartphone. Sie benötigen ihn, sollte ihr zweiter Schlüssel verloren gehen.